
Sondershausen liegt im Tal der Wipper und wurde im 18. und 19. Jahrhundert als Musik- und Residenzstadt bekannt. Im 20. Jahrhundert machte sie sich als Zentrum des Kalibergbaus einen Namen.
Im Mittelpunkt der Stadt steht das Schloß, das Mitte des 16. Jahrhunderts anstelle einer Burg auf einem Felssporn über dem Marktplatz errichtet wurde. Auf Grund späterer Umbauten besitzt es heute Elemente architektonischer Stilarten vom Hochmittelalter über die Renaissance, den Barock und das Rokoko bis hin zum Klassizismus. So ist der Turm romanisch, der Nord- und Ostflügel stammen aus der Renaissance. Der Südflügel und der Brunnen im Hof sind barock, der Westflügel klassizistisch. Zu den schönsten Räumen zählen die Schloßkapelle mit einer Sammlung historischer Instrumente, der Blaue Saal, der Riesensaal des Südflügels mit barocken Deckengemälden und Figuren, das Liebhabertheater und das Gewölbe am Wendelstein mit reichen Stuckverzierungen.
Sehenswert ist das Schloßmuseum mit seinen Kunstsammlungen, die den ehemaligen Fürstlich Schwarzenburgischen Kunstbesitz, zahlreiche Gemälde, Möbel und Erzeugnisse des Kunsthandwerks zeigen.
Ein schöner Spaziergang führt durch den Schloßpark vorbei am Achteckhaus zum Haus der Kunst, der Spielstätte des Loh-Orchesters Sondershausen. Am Fuße des Schlosses, umgeben vom Prinzenpalais, der Alten Wache und dem Rathaus, liegt der historische Marktplatz. In den engen Gassen zwischen Trinitatis- und Cruciskirche herrscht noch die Stimmung des 18. und 19. Jahrhunderts, als Sondershausen die Residenzstadt der Fürsten von Schwarzburg Sondershausen war.
Der Ruf Sondershausens als Musikstadt geht bis in das 17. Jahrhundert zurück. Aus der fürstlichen Hotkapelle entstand 1918 das noch heute wirkende Loh-Orchester.
Ein beliebtes Naherholungsgebiet ist das ehemalige Jagdschloß zum Possen (18. Jahrhundert), das 5 km südlich von Sondershausen am Höhenzug der Hainleite gelegen ist. Dort befindet sich ein Freizeit- und Erholungspark mit einem 42 m hohen Aussichtsturm sowie einem Tiergehege.
Quelle: Freizeitführer Thüringen Band 1: Region Mitte und Nord,
Wartberg Verlag